
Führung und Organisation: Der Schnell-Check für schnellere Entscheidungen
Wer entscheidet was, und warum dauert alles so lange? Dieser kostenlose Selbsttest zu Führung und Organisation zeigt in 12 Fragen, wo Entscheidungen hängen bleiben: bei Entscheidungswegen, Rollen, Leitung und Umsetzung. Etwa vier Minuten, ohne Anmeldung, Ergebnis sofort.
Worauf die Fragen zielen
- Entscheidungen: Wenn alles nach oben wandert oder wieder aufgemacht wird, fehlt eine klare Zuordnung. Die Fragen zielen auf Entscheidungsgrenzen und eine Entscheidungsmatrix.
- Rollen: Eine Rolle sagt, was jemand entscheiden darf, nicht nur, was er tun soll. Die Fragen zielen auf Rollenklarheit, Vertretungen und gelebte Strukturen.
- Leitung: Die Geschäftsführung wird oft zum Engpass, ohne es zu wollen. Die Fragen zielen auf die zweite Führungsebene und den Weg von Gremienbeschlüssen in den Alltag.
- Umsetzung: Ein Beschluss ist erst fertig, wenn er wirkt. Die Fragen zielen auf Besprechungen, Verantwortung mit Termin und Abnahme sowie die Prüfung der Wirkung.
Alle 12 Fragen im Überblick
Eine Abteilungsleitung will 3.000 € für eine Software ausgeben. Muss das bis zur Geschäftsführung?
- Nein, Grenzen sind festgelegt und bekannt
- Kommt darauf an, wen man fragt
- Ja, praktisch alles landet oben
Gut zu wissen
Wandert jede Kleinigkeit nach oben, wird die Geschäftsführung zum Engpass, und die Leute verlernen, selbst zu entscheiden.
Wie oft wird eine getroffene Entscheidung später wieder aufgemacht?
- Selten
- Öfter, wenn jemand Wichtiges nicht dabei war
- Ständig, entschieden ist erst, was umgesetzt ist
Gut zu wissen
Entscheidungen werden wieder aufgemacht, wenn nicht klar war, wer sie treffen durfte.
Gibt es eine schriftliche Übersicht, wer was entscheidet, wer mitredet und wer nur informiert wird?
- Ja, und sie wird benutzt
- Es gibt sie, im Alltag gilt etwas anderes
- Nein
Gut zu wissen
Eine Entscheidungsmatrix passt auf eine Seite und zeigt, wo heute doppelt oder gar nicht entschieden wird.
Sie fragen zwei Teamleitungen, was genau ihre Aufgabe ist. Bekommen Sie dieselbe Antwort?
- Ja, die Rollen sind beschrieben und gelebt
- Im Groben
- Eher nicht
Gut zu wissen
Eine Stellenbeschreibung sagt, was jemand tun soll. Ein Rollenprofil sagt, was jemand entscheiden darf.
Ihre Bereichsleitung fällt drei Wochen aus. Wer entscheidet in der Zeit?
- Eine benannte Vertretung mit klaren Befugnissen
- Jemand übernimmt, die Befugnisse sind unklar
- Es bleibt liegen oder geht zur Geschäftsführung
Ihre letzte Umstrukturierung: Wird heute so gearbeitet, wie es im Organigramm steht?
- Ja
- Teilweise, die alten Wege leben weiter
- Auf dem Papier neu, im Alltag alt
Gut zu wissen
Neue Strukturen scheitern selten am Organigramm, sondern daran, dass Abläufe, Rechte und Gewohnheiten nicht mitziehen.
Wie viel ihrer Woche verbringt die Geschäftsführung mit Dingen, die jemand anderes entscheiden könnte?
- Wenig
- Etwa ein Drittel
- Den größten Teil
Gut zu wissen
Entlastung der Geschäftsführung beginnt nicht mit mehr Personal, sondern mit klaren Befugnissen für die Ebene darunter.
Gibt es unter der Geschäftsführung eine Ebene, die für Ergebnisse verantwortlich ist, nicht nur für Aufgaben?
- Ja
- Im Aufbau
- Nein, alles läuft über uns
Gut zu wissen
Wer nur Aufgaben verantwortet, fragt bei jeder Abweichung nach. Wer Ergebnisse verantwortet, entscheidet selbst.
Vorstand oder Aufsichtsgremium beschließen etwas. Wie lange dauert es, bis es im Alltag ankommt?
- Wochen, die Zuständigkeit ist klar
- Monate
- Manches kommt nie an
Gut zu wissen
In Vereinen und gGmbHs legt eine Geschäftsordnung fest, wer beschließt und wer umsetzt. Fehlt sie oder ist sie veraltet, bleiben Beschlüsse im Protokoll.
Wie viele feste Besprechungen hat eine Führungskraft bei Ihnen pro Woche?
- Wenige, jede mit klarem Zweck
- Viele, manche aus Gewohnheit
- Der Kalender ist voll, gearbeitet wird danach
Gut zu wissen
Viele Besprechungen zeigen oft, dass Entscheidungen keinen festen Ort haben.
Ein Vorhaben ist beschlossen. Wer sorgt für die Umsetzung, und woran erkennt man, dass es fertig ist?
- Benannte Verantwortung, Termin und Abnahme
- Eine Verantwortung ist benannt, der Rest eher nicht
- Das ergibt sich
Gut zu wissen
Ein Beschluss ohne Verantwortung, Termin und Abnahme ist eine Absicht.
Wie erfahren Sie, ob eine Neuerung im Alltag tatsächlich wirkt?
- Wir prüfen es nach einigen Monaten
- Wenn sich jemand beschwert
- Gar nicht
Gut zu wissen
Die Prüfung nach einigen Monaten ist kein Misstrauen. Sie ist der Moment, in dem sich zeigt, was nachgesteuert werden muss.
Was Ihr Ergebnis bedeuten kann
- Auf Sicht
- Gehandelt wird bei Ihnen vor allem dann, wenn etwas passiert. Das ist in vielen Häusern der Normalfall, und genau hier bringt ein erster geordneter Schritt am meisten.
- Im Aufbau
- Erste Regeln und Zuständigkeiten gibt es, sie greifen aber noch nicht überall. Meist reichen wenige gezielte Schritte, damit daraus Routine wird.
- Geregelt
- Das Wesentliche steht und wird im Alltag gelebt. Die Lücken liegen im Detail, oft dort, wo noch niemand nachgeprüft hat.
- Vorausschauend
- Bei Ihnen wird geplant, geprüft und geübt. Jetzt geht es darum, diesen Stand zu halten und ihn mit einer Messung von außen zu belegen.
Häufige Fragen
Vom Team der addonware GmbH, Bereich Führung & Organisation. Stand: Oktober 2026.